Innenansicht der römischen Badruine Hüfingen

Zweckmässig und elegant

Die Ausstattung

Die Badruine Hüfingen war zwar eine Badeanlage für die Soldaten des Kastells, aber alles andere als militärisch karg. Hier fanden sich alle Annehmlichkeiten der antiken Badekultur. Und die Details der Ausstattung zeigen, dass dafür durchaus Aufwand getrieben wurde!

Rest eines Mosaiks, Ausstellungsstück in der römischen Badruine Hüfingen

Liebe zum Detail zeigt sich in einem alten Mosaik.

Fußbodenmosaik und Löwenkopf

Im Tepidarium und im Caldarium – also im lauwarmen und im warmen Baderaum – haben die Archäologen Reste des Fußbodenbelages gefunden. Diese Räume des Kastellbades waren mit einem Mosaik aus blauen und gelben Dolomitsteinchen ausgelegt. Ein weiteres Detail der Raumausstattung: Ein steinerner Löwenkopf war der Wasserzulauf für die Piscina, das 1,5 Meter tiefe Badebecken.

Kaltwasserbrunnen im Caldarium der römischen Badruine Hüfingen

Hier gab es Abkühlung für die Badegäste.

Erfrischung in der Hitze

Im Warmbaderaum, dem Caldarium, bot ein Kaltwasserbrunnen Erfrischung. Im Hüfinger Römerbad braucht man gar nicht viel Fantasie, um sich das vorzustellen: Der Brunnen mit einer großen runden Steinschale gibt in der Ausgrabung heute noch einen guten Eindruck davon. Im Caldarium herrschten etwa 35 Grad Raumtemperatur – vergleichbar den türkischen Bädern, die in der Tradition der antiken Badekultur stehen.

Laufstege unterhalb der Dachkonstruktion in der römischen Badruine Hüfingen; Foto: Infoamt Hüfingen, Matthias Hangst

Freitragende Metallstege bieten einen guten Überblick.

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